Dr. med.
Volker Kurze
Dr. med.
Arnd-Helge Lucas

0201 51848

Operative Leistungen

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Bei strukturellen Schäden von Geweben oder Versagen aller konservativen Therapieoptionen kann - bei entsprechendem Leidensdruck des Patienten/der Patientin - eine Operation erforderlich werden. Oberstes Ziel ist auch hier, eine langfristige Immobilisierung der betroffenen Extremität und somit des Patienten/der Patientin zu vermeiden.

Bei Gründung seiner orthopädischen Praxis im Jahr 1990 legte Dr. med. Kurze aufgrund seiner herausragenden Expertise den Schwerpunkt auf die ambulante Kniegelenksspiegelung in all ihren Formen.

Seit dem Beitritt von Dr. med. Lucas im Oktober 2015 hat sich das operative Spektrum sowohl bei den ambulanten als auch bei den stationären Eingriffen deutlich erweitert. Stationäre Eingriffe werden ausschließlich von Dr. med. Lucas im Evangelischen Krankenhaus Mülheim durchgeführt, wo er seit mehreren Jahren als Oberarzt der Klinik für Unfall-, Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie tätig ist.

Wir stehen Ihnen zur Beantwortung Ihrer Fragen zu den einzelnen Therapieverfahren jederzeit zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

Ambulant durchführbare Eingriffe ^

Knie- und Schulterspiegelung ^

Degenerative Veränderungen oder akute Verletzungen von Knie und Schulter können häufig konservativ therapiert werden. Sollten jedoch auf mechanischen Problemen (Meniskusriss, Knochensporn unter der Schulterhöhe) beruhende Beschwerden dauerhaft bestehen bleiben, hilft häufig ein kurzer Eingriff. In unserer Praxis besteht eine Expertise von insgesamt über 15000 Eingriffen dieser Art.

Die Gelenkspiegelung erfolgt in leichter Vollnarkose in Rücken- (Knie) oder Seitenlage (Schulter). Über millimetergroße Zugänge werden Kamera und unterschiedlichste Instrumente in das Gelenk eingeführt und so das Problem behoben.

Nach kurzer Erholungsphase verlässt der Patient die Praxis aus eigener Kraft. Am Folgetag werden die Befunde anhand von Bildmaterial ausführlich erörtert und das Nachbehandlungsschema besprochen. Die Weiterbehandlung erfolgt interdisziplinär.

Hand- und Weichteilchirurgie ^

Karpaltunnelsyndrom und Sulcus-ulnaris-Syndrom sind periphere Nervenengpasssyndrome des Unterarmes und der Hand. Sie können sowohl starke Schmerzen als auch Taubheitsgefühle und Muskelschwund in klassischen Verteilungsmustern auslösen. Eine Befreiung des betroffenen Nerven führt zu schneller Linderung.

Der schnellende Finger beruht auf einer relativen Verengung eines Sehnentunnels (Ringbandes) in der Hohlhand. Die Sehne ist aufgrund einer chronischen Reizung kolbenförmig aufgetrieben - sie "hakt". Eine Durchtrennung des Ringbandes lässt die Sehne wieder frei und schmerzfrei gleiten.

Schleimbeutelentzündungen an Ellenbogen oder Knie können die Lebensqualität durch Schmerz und Schwellung deutlich einschränken. Hier spielen sowohl mechanische als auch entzündliche Ursachen eine Rolle. Sollte sich trotz intensiver konservativer Therapie keine Besserung einstellen, ist die Entfernung meist die Methode der Wahl.

Gutartige Haut- und Unterhauttumoren (z.B. Lipome) stellen keine große Gefahr für die Gesundheit dar. Durch ihr langsames Wachstum können sie jedoch durch Verdrängung oder entstehende Druckstellen Probleme verursachen. Eine Entfernung ist meist problemlos möglich.

Stationäre Operationen ^

Schulter-, Hüft- und Kniegelenksendoprothetik (Gelenkersatz) ^

Bei hochgradigem Verschleiß großer Teile der knorpeligen Gelenkoberfläche (Arthrose) und einem Nichtansprechen konservativer Therapieverfahren (s.o.) ist die Gelenkersatzoperation ein probates Mittel zur Beschwerdereduktion und Wiederherstellung der Gelenkfunktion.

Hierbei wird das Gelenk sparsam unter Erhalt eines möglichst großen Knochenstocks resiziert und durch ein Kunstgelenk ersetzt. Die Operationsverfahren unterscheiden sich je nach Gelenk, Knochenqualität und Ausmaß der vorbestehenden Gelenkdeformität.

An die erfolgreiche ein- bis zweistündiger Operation schließt sich die ca. einwöchige stationäre Nachbehandlung mittels Schmerztherapie, regelmäßgen Wund- und Blutbildkontrollen sowie intensiver Physiotherapie an.
Das Evangelische Krankenhaus Mülheim ist selbstverständlich als Endoprothesen-Zentrum nach EndoCert zugelassen.
Auf diese Weise garantieren wir einen optimalen Verlauf zur schnellen Mobilisation der Patientin/des Patienten. Anschließend folgt die ca. dreiwöchige Anschlussheilbehandlung in einer ambulanten oder stationäre Rehabilitationseinrichtung.

Rekonstruktive Kniechirurgie ^

Bei höhergradigen Verletzungen oder Verschleißerkrankungen des Knies (Kreuzbandriss, Kniescheibenausrenkung, Knorpelschaden) ist unserer Auffassung nach ein kurzer stationärer Aufenthalt erforderlich. Auch diese Operationen werden meist per Gelenkspiegelung durchgeführt oder unterstützt.

Die Kreuzbandersatzoperation wird mit körpereigenen Sehnen durchgeführt, welche in anatomisch nachempfundenen Knochenkanälen mittels Fadenankern und abbaubaren Schrauben befestigt werden.

Bei der chronischen Kniescheibenausrenkung besteht die Möglichkeit, die Kniescheibe über die Schaffung eines innen gelegenen Bandzügels zu stabilisieren.

Höhergradige umschriebene Knorpelschäden können mit unterschiedlichen Verfahren operativ therapiert werden. Hierzu gehören die sog. Mikrofrakturierung/Pridiebohrung, die Transplantation von Knorpel-Knochen-Zylindern und die Knorpelzelltransplantation. Welches Verfahren in Frage kommt, muss von der individuellen Situation des Patienten abhängig gemacht werden.

Wirbelsäulenoperationen ^

Aufgrund der Komplexität und Vielschichtigkeit von Wirbelsäulenerkrankungen und deren operativen Therapiestrategien kann an dieser Stelle nur ein kurzer Einblick in das OP-Spektrum gewährt werden.

Durchgeführt werden entlastende, bewegungserhaltende, stabilisierende und ersetzende Operationen von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.

Dr. Lucas ist Inhaber eines von bundesweit nur 355 (Stand Mai 2016) Master-Zertifikaten der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft, welches eine klar definierte kurrikuläre Weiterbildung und einen aussagekräftigen OP-Katalog voraussetzt.

Fußchirurgie ^

Der Hallux valgus, die zum Fußaußenrand abweichende Großzehe bei Senk-Spreiz-Fuß, gehört sicherlich zu den häufigsten Vorfußdeformitäten.
Je nach Ausmaß der Fehlstellung kann die Vorfußanatomie durch korrigierende Eingriffe am ersten Mittelfußknochen oder dem inneren Fußwurzel-Mittelfuß-Gelenk wiederhergestellt werden.

In diesem Zusammenhang kommt es häufig zu Krallen- und/oder Hammerzehfehlstellungen der übrigen Zehen. Hier bleiben bei schmerzhaften Zehenkonflikten oder Hühneraugen oft nur versteifende Verfahren.

Beim Hallux rigidus ist das Großzehengrundgelenk durch einen Gelenkverschleiß (Arthrose) schmerzhaft bewegungseingeschränkt. Hier kann die Abtragung von Knochenrandanbauten, eine Versteifungsoperation oder die Implantation eines künstlichen Gelenkes Abhilfe schaffen.

Das Morton-Neurom ist eine häufig zwischen dem vierten und fünften Mittelfußknochenköpfchen gelegene Nervenknospe, welche bei Belastung oder in engem Schuhwerk starke Schmerzen verursacht. Bei entsprechendem Leidensdruck kann hier die Entfernung indiziert sein.

Bei oberem oder unterem Fersensporn oder anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen des Rückfußes wie der Bursitis subachillae oder der Haglundexostose werden operative Eingriffe heutzutage nur noch selten nötig. Dennoch kann eine Entfernung der störenden Struktur bei ausgeprägten therapieresistenten Beschwerden indiziert sein.

Risse von Sehnen am Fuß (Achillessehne, Peronealsehnen) durch chronische Entzündung oder akutes Trauma sollten bei entsprechender Indikation operativ behandelt werden um anhaltende Funktionsverluste durch Fehlverheilung zu vermeiden.

Unter folgenden Link erreichen Sie hilfreiche Animationen zu unseren Leistungen.

Unsere Praxis wird kontinuierlich betreut durch das Beratungszentrum Hygiene BZH Freiburg (Prof. Daschner).

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